
Ich bin ja recht umtriebig in den sozialen Medien. Und wenn ich Beiträge oder Kommentare sehe, deren Inhalt schlicht irgendwo herbeigeholt oder einfach komplett falsch ist, kann ich oft nicht daran vorbeiscrollen. Dann kommentiere ich solche Beiträge auch.
In der Regel versuche ich, sachlich irreführende Informationen richtigzustellen. Oder ich vertrete eben einfach meine Meinung zu einem Thema — was ja eigentlich noch immer zum Grundinventar einer funktionierenden Debattenkultur gehören sollte.
Leider hat die Diskussionskultur in den letzten Jahren erheblich gelitten. Besonders Menschen, die dem rechten Spektrum zuzuordnen sind — sei es aus Überzeugung oder einfach nur aus Protest — neigen auffällig oft dazu, Andersdenkende auf übelste Weise zu beschimpfen.
Oft wissen sie offenbar selbst nicht so genau, was sie noch antworten sollen, und am Ende bleiben dann nur Beleidigungen übrig. Mir wurde schon weiß Gott wie oft eine baldige „Ruhe“ gewünscht. Ich sei hirntot, hätte das Gehirn eines Einzellers oder solle dringend meine Tabletten nehmen. Das sind noch die harmloseren Varianten.
Nicht selten sind es auch Russenbots — erkennt man meist an kaum vorhandenen Followern und null eigenen Beiträgen. Die blockiere ich dann auch sofort. Man muss ja nicht jede digitale Mülltonne offen stehen lassen.
Aber auch das wird mich nicht abschrecken, weiter alles dafür zu tun, mitzuhelfen, dass eine blaue Partei niemals an die Regierung kommt. Es ist wirklich nicht alles Gold, was unsere Regierung derzeit macht — aber das ist noch lange kein Grund, deshalb „Nazis“ zu wählen.