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  • Beitrags-Kategorie:Das Buch - 2. Teil
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Tagebuch 17. – 20. September 2026: – Die Männergrippe – Ein Leben nach dem Tod!

Nun hatte sie mich also erwischt: die Männergrippe. Eine der gefährlichsten Krankheiten, die einen Mann überhaupt befallen kann. Frauen werden das natürlich nie wirklich verstehen. Ja, ich weiß, Frauen können einiges an Schmerzen aushalten, zum Beispiel bei einer Geburt. Aber mal ehrlich: Das ist doch etwas völlig anderes als eine ausgewachsene Männergrippe.

Mich hat es vor vier Tagen erwischt. Vier Tage voller Ungewissheit und der bangen Frage, wie das alles wohl enden wird. Knapp 38 Grad Körpertemperatur. Ich merkte förmlich, wie mein Blut innerlich kochte. Die Nase komplett verstopft, mit der durchaus realistischen Wahrscheinlichkeit, niemals wieder durch dieses wichtige Körperteil atmen zu können.
Und der Hals erst! Vom ewigen Husten inzwischen völlig ruiniert. Da ist bestimmt alles kaputt. Ob das jemals wieder zusammenwächst?

Nicht einmal der Rumgrog schmeckte mehr. Und wenn selbst Alkohol in einer solchen Lebenslage nicht mehr hilft, dann weiß man doch eigentlich, dass es ernst wird.

Wie soll das bloß noch enden? Solche Gedanken gehen einem durch den Kopf. Innerlich hatte ich eigentlich schon aufgegeben.
Dabei wollte ich doch schon seit einiger Zeit meine persönlichen Papiere einmal neu sortieren. Damit die Kinder später nicht so viel Arbeit haben, wenn ich irgendwann einmal nicht mehr bin. Aber auch das war mir plötzlich völlig egal. Sollen sie halt selbst sehen, wo was liegt. Ich war schließlich viel zu schwach für solche organisatorischen Dinge.
Und dann heute Morgen: Ich wache auf. Und lebe noch. Die Nase ist tatsächlich wieder fast frei, nur der Husten quält mich noch ein wenig. Habe ich diese lebensgefährliche Krankheit tatsächlich ein weiteres Mal überlebt?

Wahrscheinlich. Oder?

Plötzlich fällt mir der Wendler ein, dieser selbsternannte Wahrsager unter den Schlagersängern. Hatte der nicht irgendwann einmal verkündet, dass alle Geimpften im September sterben würden? Welcher September das sein sollte, hat er uns allerdings freundlicherweise verschwiegen.

Und nun haben wir September. Noch bin ich zwar etwas erkältet, aber vielleicht kommt der große Wendler-September ja noch. Man weiß ja nie.
Ist dies also vielleicht doch mein letzter Tagebucheintrag? Gibt es ein Leben nach der Männergrippe? Oder gar ein Leben nach dem Tod? Ich werde berichten, sofern ich diesen September überlebe.

Foto: KI-generiert