Tagebuch Oktober 2026: Das Alter fordert, nun wird man richtig kränklich

Das Leben geht weiter. Die Frage ist nur: Wie lange noch ohne Ersatzteile?

Ich erzähle hier in dieser Rubrik ja gelegentlich, wie es bei mir persönlich nach meinem Buch weitergeht. Eines kann ich schon mal verraten: Das Buch ist deutlich spannender als mein derzeitiges Leben. Und käuflich zu erwerben ist es übrigens auch immer noch. Wer also etwas Unterhaltsames lesen möchte, dem sei „Ein Leben“ wärmstens empfohlen. Bei mir selbst gibt es momentan nämlich eher wenig zu lachen. Zumindest, wenn man von meinem Galgenhumor absieht.

Ich kämpfe derzeit nicht mit neuen aufregenden Geschichten, sondern mit diversen Krankheiten. Und das, obwohl (oder vielleicht gerade weil?) ich im Januar nach sage und schreibe 57 Jahren mit dem Rauchen aufgehört habe. Fünfundsiebzig Jahre alt und dann noch so eine radikale Lebensstiländerung! Vermutlich ein bisschen spät, um bei meinem Körper noch einen Orden für vorbildliche Gesundheitsvorsorge abzuholen. Aber immerhin: Ich habe es versucht.

Beim Laufen tun mir die Beine weh, inzwischen sogar im Liegen. Die Diagnose: verkalkte Arterien. Ja, ich weiß, selber schuld. Jahrzehntelang geraucht, Jahrzehnte am Computer verbracht, keinen Sport getrieben und nun wundere ich mich, dass meine Blutgefäße irgendwann die Zusammenarbeit verweigern. Offenbar haben sie nach all den Jahren beschlossen, in den Vorruhestand zu gehen. Nur leider ohne mich vorher zu fragen.

Da muss nun wohl schleunigst etwas passieren. Und als wäre das nicht genug, hat mir der Orthopäde auch noch eröffnet, dass meine Hüfte einseitig ziemlich im Arsch ist. Arthrose nennt sich das vornehm. Klingt gleich viel besser als „Gelenk kaputt“. Die Konsequenz: Eine neue Hüfte muss her. Ich werde also demnächst wohl häufiger in Krankenhäusern anzutreffen sein als in meinem Lieblingsrestaurant.

Für die kommenden Monate stehen damit offenbar einige Operationen auf dem Programm. Ich wollte mein Leben eigentlich etwas ruhiger angehen lassen, aber mein Körper scheint da andere Pläne zu haben. Er möchte offenbar noch einmal grundlegend renovieren. Neue Hüfte, freie Arterien, vielleicht sollte ich gleich noch eine Inspektion machen lassen. Wenn man schon mal in der Werkstatt ist.

Natürlich hoffe ich, dass alles gut geht. Schließlich habe ich Vertrauen in die Herren Operateure. Die werden schon wissen, wo sie sägen, bohren und schrauben müssen. Und sollte ich zwischendurch eingeäschert worden sein, dann ist bei der Planung wohl irgendetwas gründlich schiefgelaufen. Ich möchte schließlich wieder nach Hause und nicht als Urne auf dem Kaminsims landen.

Aber noch bin ich guter Hoffnung. Schließlich ist das Leben auch mit ein paar Ersatzteilen immer noch lebenswert. Und wer weiß, vielleicht kann ich danach wieder schmerzfrei laufen, zumindest bis zur nächsten medizinischen Baustelle.

In diesem Sinne: Bleibt gesund, passt auf euch auf und genießt das Leben, solange die Ersatzteilversorgung noch funktioniert!

Gemini AI hat im Foto mein Wohnzimmer neu  erfunden.  😉